Hintergrund

Veröffentlicht von: Gryphus am 08. 2007 um 19:21 Uhr
Quelle: http://war.molgam.net



I in Imperium im Chaos

ls in den Randbezirken des Imperiums die ersten Berichte über die Chaosseuche laut wurden, tat man sie zunächst als aus der Luft gegriffene Märchen ab, die vielleicht unerwünschte Besucher fern halten sollten. ls aber die Seuche auch in den Straßen von ltdorf auftrat, änderte sich die Lage schlagartig. Und als der Imperator den ersten Quarantänebefehl erteilte, hatte sich die gefährliche Krankheit bereits fast im gesamten Land ausgebreitet. Die ¨rzte des Imperiums arbeiteten Tag und Nacht, um die Krankheit zu bekämpfen, aber die Seuche widersetzte sich jeglichen Bemühungen, ein Heilmittel zu finden.

mpire Map
Karte des Imperiums © ames Workshop 2000-2006
Die Opfer der Chaosseuche klagten zunächst über Müdigkeit, Schmerzen und extremen Durst. s folgten Übelkeitsanfälle, aber das ndstadium der Krankheit trat gewöhnlich erst nach einem Monat ein. Und erst dann wurde die wirklich schreckliche Natur der Seuche offensichtlich: Die armen Seelen, die bereits drei oder vier Wochen an den Symptomen der Seuche gelitten hatten, begannen sich zu verändern und mutierten zu bösartigen Chaosmutanten, die unerbittlich jegliche lebende Kreatur angriffen, auf die sie trafen. Wer das lück hatte, von der Seuche verschont zu bleiben, wurde oftmals von diesen wilden Monstern getötet, die von ihr hervorgebracht worden waren.

Mit jedem Monat, der verstrich, stieg die Zahl der Todesopfer an. Weder Quarantäne noch die Verhängung des Kriegsrechts konnten die usbreitung der Krankheit eindämmen, und sämtliche Städte und Dörfer innerhalb der Reichsgrenzen waren von paranoider ngst ergriffen. Die Milizen in den verseuchten Städten waren gezwungen, gegen Horden der Chaosmutanten zu kämpfen, die durch die Straßen zogen. Damit ließen sie die Mauern ihrer Städte unverteidigt gegen Bedrohungen von außerhalb. Übermutig gewordene Banden von Straßenräubern machten das Land unsicher, plünderten, brandschatzten und töteten wahllos. Das usmaß der Tragödie war in dieser Form beinahe einzigartig in der eschichte des Imperiums, aber die Chaosseuche sollte nur eine Vorahnung auf das noch viel größere Böse sein, das dem Land noch bevorstand.




II Das böse Omen

In der Zwischenzeit führten im Dunkelelfenkönigreich Naggaroth die Weisen von hrond ihre unermüdlichen Studien über den weit entfernten Chaosmahlstrom fort. lötzlich entstand eine auffällige Verschiebung in den nebelhaften Wirbeln aus Farben und Formen. Die Weisen sahen gespannt zu und studierten diese rätselhaften neuen Muster. ls sie sich ihrer Feststellungen sicher waren, entsandten sie einen Boten mit einem schnellen schwarzen egasus in den Süden nach Naggarond. roße reignisse in der Welt warfen ihren Schatten voraus und der Hexenkönig musste davon in Kenntnis gesetzt werden.

Malekith, Herr der Dunkelelfen
Malekith, Herr der Dunkelelfen
© ames Workshop 2000-2006
Tage später las Malekith, der Herr der Dunkelelfen, die Nachricht aus hrond. Der Chaosgott Tzeentch hatte einen neuen Champion gefunden. Die nhänger des Wandlers der Lebenswege hatten einen großen Kriegstrupp zusammengestellt und bereiteten sich auf eine massive Invasion in die Länder der Menschen vor. Ihr Ziel war vermutlich das Imperium.

Malekith dachte über die Nachricht nach. s wusste bereits von der schrecklichen Seuche, von der die lte Welt heimgesucht wurde. Würden die Streitkräfte des Chaos einen nschlag verüben, während das Imperium noch durch die Seuche geschwächt wäre, bliebe dem Imperator keine andere Wahl, als die Zwerge in der Nachbarschaft um Verstärkung zu bitten. Mit Hilfe der Zwerge wäre es möglich, die Truppen des Chaos abzuwehren. Sollte das Bergvolk dem Imperium allerdings nicht zu Hilfe kommen, wäre Imperator Karl Franz gezwungen, sich an die Hochelfen von Ulthuan zu wenden. Malekith bezweifelte, dass seine Landsleute die große Nation der Menschen in dieser Stunde der Not im Stich lassen würden, denn das könnte die Hochelfen einen wertvollen Verbündeten kosten. Nein ... die Hochelfen würden eingreifen und voraussichtlich mehrere Legionen von Kriegern schicken, um den Chaosangriff abzuwehren. Damit allerdings wäre nun Ulthuan verwundbar.

ls der Chaosmond das Licht der Sonne verdunkelte, wurden die Truppen entsandt und die Streitkräfte des Chaos begannen, nach Süden zu marschieren. Die Zeit war knapp und es gab viel zu tun.

Der Hexenkönig befahl, dass alle Schmieden und Schmelzöfen sich nur noch mit der Herstellung von Waffen, Rüstungen und Belagerungsmaschinen beschäftigen sollten. Den Treibern von Karond Kar wurde befohlen, die stärksten und wildesten Kreaturen in ihren ferchen auszuwählen und sie kampfbereit zu machen. Die wilden Hexenkriegerinnen des Khaine bereiteten ein Blutopfer für den Herrn des Totschlags vor. Morathi, die Hexenkönigin, rief die mächtigsten Zauberinnen aus den Klöstern zusammen und schulte sie, die rmeen der Dunkelelfen zu führen. ls sein Volk für den drohenden Krieg bereit war, entwickelte Malekith seine läne gegen die Zwerge.

Orc Fort erial ine ruppe der besten Jäger und Krieger von Naggaroth wurde mit nur einer einzigen nweisung in das Land der rünhäute entsandt: Bringt mir den mächtigsten Orkhäuptling, den ihr finden könnt. ls die Jagdgruppe mit einem Ork und einem oblin zurückkehrte, zeigte sich Malekith erstaunt. Beide schienen unzertrennlich und führten gemeinsam einen neuen Stamm an, der sich selbst als „Blutsonnjungz“ bezeichnete. azbag, der oblinschamane, war der Denker, während rumlok, ein hoch aufragender Trumm von einem Ork, schiere Muskelkraft verkörperte. Malekith ließ für jeden der beiden ein magisches mulett schmieden, das die Fähigkeiten ihrer Träger enorm verstärkte. Darüber hinaus fügte der Hexenkönig heimlich einen Befehlszauber hinzu, der die beiden nführer dazu bringen würde, ihren Stamm um sich zu scharen und nach Osten in das Weltrandgebirge zu marschieren. Dort würden sie dann die Festung der cht ipfel einnehmen und einen mächtigen Waaagh! bauen, um damit die Zwerge auszulöschen. Wäre das erst vollbracht, würde er seinen Kriegern befehlen, die gefangenen rünhäute in ihre Heimat zurückzubringen.

Nachdem der lan angelaufen war, wartete Malekith auf Neuigkeiten aus dem Weltrandgebirge. Die Zwerge würden mit dem Kampf gegen den anstürmenden Waaagh! der rünhäute beschäftigt sein und könnten nicht mehr auf das Hilfsersuchen des Imperators reagieren, wenn erst die Chaosarmee die renzen erreicht hätte. Die Hochelfen würden nach Osten in die lte Welt segeln und Malekith würde seinen ngriff starten. Zum Schluss würde der Hexenkönig sein eburtsrecht einfordern, das ihm seine schwachherzigen Landsleute seit Jahrtausenden versagt hatten. Der Thron von Ulthuan würde ihm gehören.



III Die blutige Sonne geht auf

In den Düsterlanden waren azbag und rumlok wieder mit ihren Blutsonnjungz vereint. Sofort machten sich beide an die usführung des Befehls, den ihnen Malekith auf magische Weise eingepflanzt hatte. Unter der Führung des neuerlich erstarkten Häuptlings und des Schamanen begannen die Jungz ihren Marsch ins Weltrandgebirge, fügten sämtliche rünhautstämme, denen sie begegneten, ihren Reihen hinzu und vernichteten jene, die sich ihnen nicht anschließen wollten. Niemals zuvor hatten die Orks und oblins bei einem der Ihren derartige Kraft und Stärke gesehen, und die Zahl der Blutsonnjungz nahm immer mehr zu, je weiter sich die Kunde ihrer Taten verbreitete.

Karak ight eaks xterior
ls sich die rünhauthorde Karak chtgipfel näherte, sammelten sich die Zwerge innerhalb der Festungsmauern und vertrauten darauf, dass für die vermeintlich uneinnehmbare Feste keine efahr bestand. azbag aber wirkte seine verstärkte Magie, um ein Loch in die unglaublich starken Mauern um die Stadt zu sprengen, und die Zwerge waren wie vom Donner gerührt. Nie zuvor hatte eine angreifende rmee die renze bei Karak chtgipfel durchbrechen können. ls eine Welle von geifernden, brüllenden rünhäuten durch die Bresche strömte, bereiteten sich die wütend entschlossenen Verteidiger der dem Untergang geweihten Stadt auf das letzte efecht vor.

Die Neuigkeit verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Wie konnte es einem Stamm von rünhäuten nur gelingen, die vermeintlich uneinnehmbare Festung zu erobern? Obwohl es nur wenige offen zugegeben hätten: Viele Zwerge waren zutiefst erschüttert durch diese unbegreifbare Niederlage. In Karaz--Karak schwor Hochkönig Thorgrim rollbart Rache und befahl sämtlichen Zwergen in der Stadt, sich auf einen großen Krieg vorzubereiten.

Insgeheim jedoch war der Hochkönig aufs Höchste besorgt. Normalerweise hätten ihn erüchte von Streitkräften der rünhäute unter einem Kriegshäuptling mit der Kraft von zehn Orks und einem Schamanen mit bisher ungesehenen magischen Fähigkeiten kaum berührt, denn Zwerge neigen nun einmal zu Übertreibungen. Der Fall von Karak chtgipfel jedoch konnte nicht einfach von der Hand gewiesen werden, ebenso wenig die Wirkung dieses reignisses auf die Moral seines Volks. Schnell entsandte der Hochkönig im eheimen einen Boten ins Imperium, um Karl Franz vor der efahr für sein Land zu warnen, die drohte, falls es den Zwergen nicht gelingen sollte, die Invasion der rünhäute aufzuhalten. Obwohl der Hochkönig zu stolz war, den Imperator um Hilfe zu bitten, hoffte er doch, dass die Dringlichkeit seiner Nachricht genau diese Hilfe bringen würde.

Karak ight eaks Interior
In der Zwischenzeit wurden Squigreita und Keilerjungz von Karak chtgipfel aus in alle Himmelsrichtungen entsandt, um die Neuigkeit vom großen Waaagh! zu verbreiten, der sich in der Festung zusammenzog. Legionen von Orks und oblins begannen, in die eroberte Festung und die Ländereien um sie herum zu strömen. lle Ork- und oblin-„Bozze“ machten rumlok und azbag ihre ufwartung und stellten ihre „Leutz“ für die Vernichtung der Zwerge zur Verfügung.

uf beiden Seiten wurden große rmeen auf die Beine gestellt. Die Zwerge waren entschlossen, Karak chtgipfel zurückzuerobern und ihre Verluste zu rächen, während die rünhäute nur darauf aus waren, so viele Zwerge wie möglich zu eliminieren.




IV Die dunklen Mächte marschieren

Zwei Monate nach dem Sturz von Karak chtgipfel begann die rmee des Hochkönigs damit, die eingefallenen rünhäute aus dem Weltrandgebirge zu vertreiben. ls die Zwerge entlang der Hänge des großen Vulkans Karag Dron gen Süden marschierten, verdunkelte sich plötzlich die Welt. Oben am Himmel begann sich die Sonne zu verfinstern und die Landschaft wurde in ein unheimliches, unnatürliches und purpurrotes Licht getaucht.

Von der höchsten Spitze Naggaronds aus beobachtete Malekith den Chaosmond Morrsleib, wie er die Sonne verdunkelte. Seine Spione in der lten Welt hatten vom rfolg der rünhäute gegen die Zwerge berichtet. Die läne des Hexenkönigs entwickelten sich genau wie geplant.

Weit im Norden, verborgen vor den ugen der Menschen, brach ein großer, schwarzer Kriegstrupp aus der sturmumtosten Chaoswüste hervor. Schwärme von grotesk aussehenden Kreaturen marschierten unter der Führung eines Chaosgenerals, der das Banner von Tzeentch trug, einträchtig an der Seite von Regimentern aus Kriegern und Barbaren einher. Im Imperium verbreiteten sich angesichts der roten Sonnenfinsternis Terror und anik unter der Bevölkerung. ufstände und Feuer brachen in sämtlichen Bezirken von ltdorf aus. Die Stadtwache hatte alle Hände voll zu tun, um die Situation unter Kontrolle zu halten, aber die Sonnenfinsternis war bald vorüber und bei inbruch der Nacht war die Ordnung wiederhergestellt. llerdings würde niemand dieses reignis vergessen und viele inwohner des Imperiums, die völlig erschüttert waren von dem, was sie für ein Omen noch schrecklicherer reignisse hielten, packten ihre Habseligkeiten und verließen ihre Häuser, um in den Bergen im Süden und Osten Schutz zu suchen. ine stetig wachsende ngst vor dem Untergang schwebte über den Bewohnern des Imperiums, und jegliche Hoffnung auf ein ntkommen vor der Seuche wurde durch den schrecklichen nblick der roten Sonnenfinsternis im Keim erstickt.

In den Reihen der Zwergenarmee, die losmarschiert war, um die Festung Karak chtgipfel zurückzuerobern, schien die Sonnenfinsternis die ¨ngste zu bestätigen, die unter den Kriegern immer mehr zunahmen. Die schwarze Sonne am purpurroten Himmel war eine schmerzhafte rinnerung an den Verlust von Karak chtgipfel an die Blutsonnjungz und schien das Symbol für den unausweichlichen Sieg der rünhauthorde zu sein, die sich jetzt dort versammelte. Waren nun die letzten Tage der Zwerge angebrochen? In ihr Schicksal ergeben trotteten die Krieger mit grimmigen esichtern über das harsche, bergige Terrain.

In ltdorf erreichte den Imperator die Nachricht des Hochkönigs und er befahl einer Hand voll Regimenter, in die Berge zu ziehen, um den Zwergen zu helfen. Obwohl er die Truppen dringend benötigte, um seine renzen zu verteidigen und die usbreitung der narchie in seinem Reich zu bekämpfen, fühlte sich Karl Franz durch seine hre verpflichtet, dem id Sigmars Folge zu leisten und niemals einem Zwerg seine Hilfe zu versagen. enau zu diesem Zeitpunkt überbrachte ein Reiter einen Bericht aus dem Norden: ine große Chaosarmee sei auf dem Vormarsch und würde die renzen des Imperiums innerhalb einer Woche erreicht haben.

Karl Franz überschlug die Stärke seiner nach Nordland und Ostland entsandten rmeen und erkannte, dass die Lage fast aussichtslos war. Die Seuche hatte die Reihen der imperialen rmee ausgedünnt, der Nachschubsicherung verheerenden Schaden zugefügt und der Moral und dem Fleiß seines Volks mächtig zugesetzt. Das Imperium war reif für die roberung und würde ohne Hilfe im Handumdrehen fallen. Die Zwerge konnten keine Krieger schicken, um das Imperium zu verteidigen. Falls nicht die Festung Karak chtgipfel schnellstens zurückerobert würde, wären sie dazu wohl auch nie mehr in der Lage. Nur die Hochelfen konnten sein Volk jetzt noch retten.

rince Tyrion
rinz Tyrion
© ames Workshop 2000-2006
Der Imperator rief seinen treuesten reifenreiter herbei und setzte einen Brief auf, in dem er den Herrscher der Hochelfen um Unterstützung anflehte. ls der Bote in Lothern eintrafen, wusste Finubar, hönixkönig von Ulthuan, schon um die Notlage des Imperiums und hatte bereits eigene Vorbereitungen getroffen, um Truppen zu entsenden. Finubar beauftragte rinz Tyrion, einen unübertrefflichen Krieger und eneral seines Volkes, mit der Verteidigung der Hochelfenländer. Da der hönixkönig so sein Reich in sicheren und kompetenten Händen wusste, setzte er an der Spitze einer Flotte von lfenkriegsschiffen die Segel. usgehend von der Straße von Lothern segelten die Schiffe mit Hunderten der erfahrensten Hochelfenkrieger ins roße Westmeer. ls die Kunde von der breise des hönixkönigs den Hexenkönig Malekith erreichte, erteilte dieser den Befehl, mit der Invasion von Ulthuan zu beginnen.

Mitten in der Nacht stach von Naggaroth aus eine große Flotte schwarzer rchen in See. ls sich die schwimmenden Festungen der Küste von Ulthuan näherte, teilte sich die Invasionsstreitmacht in zwei Hälften. ine stürzte sich auf die Inseln des Unheils, die andere zog gen Süden in Richtung der Straße von Lothern. Bald schon überschwemmten ganze Legionen von Kriegern der Dunkelelfen die Küsten ihres angestammten Heimatlandes.

In Karak chtgipfel wuchs der große Waaagh! der rünhäute. In den nördlichen efilden des Imperiums waren die Diener von Tzeentch bereits weit ins Ostland einmarschiert und hatten alles in Schutt und sche gelegt, was sich ihnen in den Weg stellte. Die rmee von rinz Tyrion war nach Norden geeilt, um dort gegen die marodierenden Dunkelelfen zu kämpfen. Dort jedoch hatte man feststellen müssen, dass eine zweite Invasionsstreitmacht mit der Belagerung Lotherns begonnen hatte.

Die nführer des Imperiums und der Nationen der Zwerge und Hochelfen erkannten, dass sie nur gemeinsam eine Chance gegen die ihnen allen drohende efahr hätten, und beriefen in der imperialen Hauptstadt ltdorf einen großen Rat der Weisheit ein. Bei diesem ipfeltreffen schlossen die drei Herrscher einen akt, nach dem ihre Völker Seite an Seite kämpfen und sich gegen jeden Feind stellen sollten, der es wagen würde, in ihre Heimatländer einzufallen.

Das Zeitalter der brechnung, auch „ge of Reckoning“ genannt, hatte begonnen.

Gedruckt: 03.04.2025 - 06:06:57